Nach dem Actimel im letzten Jahr die Auszeichnung für die dreisteste Werbelüge erhalten hat, startet die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch in diesem Jahr erneut das Rennen um die dreisteste Werbelüge.
Wer wird wohl in diesem Jahr den zweifelhaften Gewinn abstauben?
Hier gehts zur Abstimmung um den dreistesten Werbelügner!
Endlich! Beim heutigen Gang durch meinen Garten habe ich ihn entdeckt.
Der Bärlauch kommt aus dem Boden und wird in den nächsten Wochen meinen Speiseplan bereichern.
Wer jetzt in den Wald gehen will, wird ihn fnden.
Bärlauch kommt wild in fast ganz Europa und Nordasien in schattigen Auen und Auwäldern sowie besonders an Laubwaldhängen vor. Bevorzugte Waldgesellschaften sind Ahorn-, Eschen-, Eichen- oder Ulmen-Mischwälder und Buchenwälder.
Da Bärlauch sammeln immer beliebter wird, sollte der umsichtige Sammler jedoch darauf achten pro Pflanze nur ein Platt zu sammeln, damit die Bärlauchpflanze nicht zu sehr geschwächt wird und bis zum Sommer ausreichend Blüten und Samen ausbilden kann und auch jedes Jahr aufs Neue austreibt.
Wie schon im Mai 2009 von uns berichtet, hat die EU ein neues Biologo gesucht und ist fündig geworden.
Die Europäische Kommission hat den Sieger des Wettbewerbs um das neue EU-Bio-Logo bekannt gegeben. Abgestimmt haben in den Letzten Monaten über 130.000 Besucher im Internet und das neue Bio-Logo aus den drei Entwürfen in der Endausscheidung auszuwählen.
Für das siegreiche Logo mit dem „Euro-Blatt” haben 63 Prozent aller Teilnehmer gestimmt. Der Entwurf stammt von Dusan Milenkovic, einem Studenten aus Köln.
Ab 1. Juli 2010 ist dieses EU-Bio-Logo für alle verpackten Bioprodukte, die in einem EU-Mitgliedstaat hergestellt wurden und die notwendigen Normen erfüllen, verbindlich einzusetzen und vorgeschrieben. Jedoch st das Logo für eingeführte Erzeugnisse ist es fakultativ.
Neben dem neuen EU-Logo können auch alle bekannten anderen regionale oder nationale Logos abgebildet werden.
Beim „Euro-Blatt” -Logo sind die zwölf EU-Sterne in Form eines Blatts vor einem grünen Hintergrund angeordnet. Mit diesem unkomplizierten Entwurf sollen zwei klare Botschaften vermittelt werden: die Natur und Europa.
Ab Anfang Februar bis in den März hinein ist der Bärlauch wieder in unseren Auen-, Buchen- und Mischwäldern zu finden. Kenner des Wildkrautes wissen seine wohlschmeckenden Blätter als Pesto oder in Salaten zu verwenden.
Bärlauch ist eine uralte Heilpflanze und war sogar schon Germanen und Kelten bekannt. In jungsteinzeitlichen Pfahlbausiedlungen des Alpenvorlandes fand man bei Ausgrabungen erstaunlich häufig Überreste von Bärlauch. Weil die Pflanze als Viehfutter wenig brauchbar ist (Tiere, die davon gefressen haben, geben ungenießbare Milch), ist es wahrscheinlich, dass die Menschen sie bereits vor 5000 Jahren in der Küche verwendeten. Auch die Römer schätzten den Bärlauch in Ihrer Küche nicht nur als Gewürz. Im alten Rom war der Bärlauch unter dem Namen herba salutaris – Gesundheitskraut bekannt.
Was macht dieses lilenähnliche Zwiebelgewächs so kostbar für unsere Gesundheit?
Heidelberger Wissenschaftler für Untersuchungen zur Wirksamkeit von Arzneipflanzen mit dem Sebastian-Kneipp-Preis 2008 ausgezeichnet
Zitronenmelisse auch bekömmlich als Tee aufgebrüht
Schon die Kräutermedizin des Mittelalters setzte bei Entzündungen auf die Zitronenmelisse. Jetzt haben Wissenschaftler am Universitätsklinikum und der Universität Heidelberg nachgewiesen, dass die aus Öl aufbereitete Pflanze das Herpesvirus, das bei rund 20 Prozent der Bevölkerung Entzündungen an der Lippe (Lippenherpes) hervorruft, im Reagenzglas in Schach halten kann. Die Wissenschaftler wurden dafür im November 2008 mit dem Sebastian-Kneipp-Preis 2008 ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ging zu gleichen Teilen an das Forscherteam Privatdozent Dr. Paul Schnitzler, Abteilung Virologie des Hygiene-Instituts am Universitätsklinikum Heidelberg, und Professor Dr. Jürgen Reichling, Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg, und Professor Dr. Veronika Butterweck, University of Florida, USA, für ihre Untersuchung der angstlösenden Wirkung von Arzneipflanzen..
Seit acht Jahren überprüfen die Heidelberger Wissenschaftler die therapeutische Wirkung von Heilpflanzen, die aus historischen Berichten überliefert ist: „Wir fanden heraus, dass Extrakte von Heilpflanzen in Zellkulturen effektiv die Infektion mit verschiedenen Bakterien, Herpesviren, Erkältungsviren und Hefepilzen eindämmen können“, erklärt Professor Reichling. Als wirksam erwiesen sich ätherische Öle aus Kamille, Rosmarin, Pfefferminze, Manuka- und Teebaum sowie wässrige oder alkoholische Extrakte aus Melisse, Salbei oder Pfefferminze. Die Heidelberger Forscher identifizierten zudem die Inhaltsstoffe, die den Krankheitserreger entgegenwirken. Die Naturstoffe sind auch deshalb interessant, weil die Erreger in zunehmendem Maße resistent gegen Antibiotika oder Anti-Viren-Mittel werden.
Öl der Zitronenmelisse blockiert Befall der Zellen mit Herpesviren
,”Jetzt mit neuer Rezeptur” steht da auf dem Schlemmerfilet von Iglo. Klingt ja erstmal nicht schlecht. Das Gewicht des Gerichts ist auch das gleiche geblieben. Nur wer richtig genau hinschaut dem fällt es auf. Weniger Fisch, dafür mehr Auflage. Iglo ist aber nicht der einzige Hersteller der zu solchen Mogelpackungen greift und dem Verbraucher, ohne dass er es merkt, das Geld aus der Tasche zieht.
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine Liste erstellt, auf der zahlreiche Mogelpackungen veröffentlicht wurden.
Wer noch mehr über versteckte Preiserhöhungen und den Betrug am Kunden sehen will kann sich auch den NDR Beitrag “Markt” ansehen.
Käse mal anders? In einem Bericht des ZDF berichtet das Magazin “Frontal 21″, dass auf Käsebrötchen und Pizzen statt echtem Käse immer häufiger eine Mischung aus Wasser, Eiweiß, Aromen und Pflanzenfett – so genannter “Analog-Käse” zu finden ist. Die Mischung schmeckt nach Käse, sieht aus wie Käse ist aber kein echter Käse und enthält statt Kuhmilch oder Schafsmilch lediglichbilligste Ersatzstoffe.
In der gestrigen Markus Lanz Sendung zum Thema “Etikettenschwindel bei Lebensmitteln” trafen foodwatch Geschäftsführer Dr. Thilo Bode, TV-Koch Alexander Herrmann sowie der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie und Schinken Produzent Jürgen Abraham aufeinander.
Was sich wie ein interessanter Talk über Lebensmittelimitate wie Analogkäse und Schinkenimitat, Etikettenschwindel und andere halbwegs legale Machenschaften der Lebensmittel Industrie ankündigte, stellte sich am Ende leider doch als eine recht harmlose Unterhaltung fern ab der wirklich wichtigen Themen heraus. So klagte Dr. Thilo Bode – Herrn Abraham über nahezu die gesamte Sendezeit an, dass die Schweine für seinen Schwarzwälder Schinken nicht aus dem Schwarzwald kommen. Allerdings ist dies in unseren Augen ein noch eher harmloses Vergehen, wenn man falsch deklarierte Analogkäsepackungen und Pizza mit Schinkenimitat sieht. Diese Themen sind leider deutlich zu kurz gekommen, denn hier passiert der bewusste Betrug die größte Verbraucher-Täuschung.
In der ZDF Talkshow “Markus Lanz” geht es heute Abend ab 23:30 Uhr unter anderem um das Thema “Etikettenschwindel bei Lebensmitteln”. In Zeiten von Lebensmittelimitaten (zB. Analog-Käse, Schinkenimitat) und Etikettenschwindel ist es wichtig diese Themen aufzugreifen und zu diskutieren. Unter anderem zeigt Dr. Thilo Bode vom foodwatch e.V. Beispiele, wie Verbraucher mit legalen Mitteln hinters Licht geführt werden. Er Trifft auf TV-Koch Alexander Herrmann und den Vorsitzenden der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, Jürgen Abraham.