Bärlauchsaison 2010- Start in wenigen Tagen!!!

Ab  Anfang Februar bis in den März hinein ist der Bärlauch wieder in unseren Auen-, Buchen- und Mischwäldern zu finden. Kenner des Wildkrautes wissen seine wohlschmeckenden Blätter als Pesto oder in Salaten zu verwenden.

Bärlauch ist eine uralte Heilpflanze und war sogar schon Germanen und Kelten bekannt. In jungsteinzeitlichen Pfahlbausiedlungen des Alpenvorlandes fand man bei Ausgrabungen erstaunlich häufig Überreste von Bärlauch. Weil die Pflanze als Viehfutter wenig brauchbar ist (Tiere, die davon gefressen haben, geben ungenießbare Milch), ist es wahrscheinlich, dass die Menschen sie bereits vor 5000 Jahren in der Küche verwendeten. Auch die Römer schätzten den Bärlauch in Ihrer Küche nicht nur als Gewürz. Im alten Rom war der Bärlauch unter dem Namen herba salutaris – Gesundheitskraut bekannt.

Was macht dieses lilenähnliche Zwiebelgewächs so kostbar für unsere Gesundheit?

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Zitronenmelisse hält Herpes-Viren in der Zellkultur in Schach

Heidelberger Wissenschaftler für Untersuchungen zur Wirksamkeit von Arzneipflanzen mit dem Sebastian-Kneipp-Preis 2008 ausgezeichnet

Zitronenmelisse auch bekömmlich als Tee aufgebrüht

Zitronenmelisse auch bekömmlich als Tee aufgebrüht

Schon die Kräutermedizin des Mittelalters setzte bei Entzündungen auf die Zitronenmelisse. Jetzt haben Wissenschaftler am Universitätsklinikum und der Universität Heidelberg nachgewiesen, dass die aus Öl aufbereitete Pflanze das Herpesvirus, das bei rund 20 Prozent der Bevölkerung Entzündungen an der Lippe (Lippenherpes) hervorruft, im Reagenzglas in Schach halten kann. Die Wissenschaftler wurden dafür im November 2008 mit dem Sebastian-Kneipp-Preis 2008 ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ging zu gleichen Teilen an das Forscherteam Privatdozent Dr. Paul Schnitzler, Abteilung Virologie des Hygiene-Instituts am Universitätsklinikum Heidelberg, und Professor Dr. Jürgen Reichling, Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg, und Professor Dr. Veronika Butterweck, University of Florida, USA, für ihre Untersuchung der angstlösenden Wirkung von Arzneipflanzen..

Seit acht Jahren überprüfen die Heidelberger Wissenschaftler die therapeutische Wirkung von Heilpflanzen, die aus historischen Berichten überliefert ist: „Wir fanden heraus, dass Extrakte von Heilpflanzen in Zellkulturen effektiv die Infektion mit verschiedenen Bakterien, Herpesviren, Erkältungsviren und Hefepilzen eindämmen können“, erklärt Professor Reichling. Als wirksam erwiesen sich ätherische Öle aus Kamille, Rosmarin, Pfefferminze, Manuka- und Teebaum sowie wässrige oder alkoholische Extrakte aus Melisse, Salbei oder Pfefferminze. Die Heidelberger Forscher identifizierten zudem die Inhaltsstoffe, die den Krankheitserreger entgegenwirken. Die Naturstoffe sind auch deshalb interessant, weil die Erreger in zunehmendem Maße resistent gegen Antibiotika oder Anti-Viren-Mittel werden.

Öl der Zitronenmelisse blockiert Befall der Zellen mit Herpesviren Weiterlesen