Bärlauchsaison 2010- Start in wenigen Tagen!!!

Ab  Anfang Februar bis in den März hinein ist der Bärlauch wieder in unseren Auen-, Buchen- und Mischwäldern zu finden. Kenner des Wildkrautes wissen seine wohlschmeckenden Blätter als Pesto oder in Salaten zu verwenden.

Bärlauch ist eine uralte Heilpflanze und war sogar schon Germanen und Kelten bekannt. In jungsteinzeitlichen Pfahlbausiedlungen des Alpenvorlandes fand man bei Ausgrabungen erstaunlich häufig Überreste von Bärlauch. Weil die Pflanze als Viehfutter wenig brauchbar ist (Tiere, die davon gefressen haben, geben ungenießbare Milch), ist es wahrscheinlich, dass die Menschen sie bereits vor 5000 Jahren in der Küche verwendeten. Auch die Römer schätzten den Bärlauch in Ihrer Küche nicht nur als Gewürz. Im alten Rom war der Bärlauch unter dem Namen herba salutaris – Gesundheitskraut bekannt.

Was macht dieses lilenähnliche Zwiebelgewächs so kostbar für unsere Gesundheit?

Bärlauch ist sehr reich an organischen Schwefelverbindungen. Diese sorgen dafür, dass die in ihm enthaltenen essentiellen ätherischen Öle entstehen. Bärlauch ist aber auch reich an Vitamin B6, Mangan, Zink und Kalium. Er enthält u.a. die Aminosäuren Allicin und Alliin und Vinylsulfid. Allicin wirkt im Magen antibakteriell. Daneben enthält Bärlauch Flavonoide, denen u.a. antibakterielle und antivirale Wirkungen zugeschrieben werden. Zudem sollen Flavonoide durch ihre blutgerinnungshemmende Wirkung vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Weiterhin wirken sie in Ihrer Eigenschaft als Antioxidant vor Krebs schützend. Weitere Bestandteile des Bärlauchs sind Fructose, Proteine und Chlorophyll. Zudem ist er reich an Vitamin C: 100 g Bärlauch enthalten 150 mg Vitamin C; 50 g dieser Pflanze decken also den Tagesbedarf an Vitamin C.

Am besten kommen die geschmacklichen und gesundheitsfördernden Eigenschaften des Bärlauchs zur Geltung, wenn man ihn vor der Blüte erntet. Man sollte ihn so frisch wie möglich verwenden, da sich die im Bärlauch enthaltenen gesundheitsfördernden ätherischen Öle schnell verflüchtigen.

Bei regelmäßiger Einnahme während der Saison sollen die Inhaltsstoffe des Heilkrauts blutdrucksenkend und ausgleichend auf einen erhöhten LDL- Cholesterinspiegel wirken. Weiterhin gehen Forscher davon aus, dass Bärlauch als natürliches Antibiotikum eingestuft werden kann, antibakteriell, antimykotisch. Er fungiert als wirksamer Radikalfänger und sollte in keiner gesundheitsbewussten Ernährung fehlen.

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3 Kommentare
  1. bärlauch-freund
    bärlauch-freund says:

    Sagt mal, wird es denn auch in diesem Jahr ganz normal Bärlauch geben? Immerhin ist der Winter ja doch sehr kalt und aktuell ist der Boden vereist.

    Hoffe des es ganz normal Bärlauch gibt denn ich freue mich schon darauf.

  2. bulce
    bulce says:

    Hallo Bärlauch- freund,
    natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder Bärlauch, Versprochen!

    liebe Grüße MrEco

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