Vanillin in der Babymilch?

Hipp Kinder-FolgemilchDa habe ich kürzlich einen Hipp Newsletter für meinen 9 Monate alten Sohn bekommen. Darin stand, dass es noch nicht gut ist ihm Kuhmilch zu geben und daher auf die extra tolle Hipp Kinder-Folgemilch auszuweichen. Zwar ist diese Aussage schonmal nicht ganz richtig, denn Kinder in diesem Alter können durchaus geringe Mengen Vollmilch zB. im Griesbrei gefüttert bekommen (das sagt auch die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin) – aber das soll an dieser Stelle nicht Thema sein. Vielmehr ist mir in der Liste der Vorteile die letzte Zeile ins „Auge gesprungen“:

  • Das Verträglicheits-Plus. HiPP Kinder-Folgemilch hat einen deutlich geringeren Eiweißgehalt als Kuhmilch und ist so für Jonas Eriks kleinen Körper viel bekömmlicher.
  • Das Nähr-Aufbaustoff-Plus. Die neue Milch (in der leichten 0,5 Liter PET-Flasche) ist mit wertvollen Nährstoffen angereichert, die zusätzliche Aufbaustoffe liefern, die Jonas Erik jetzt braucht.
  • Das Wachstums-Plus. Damit sich Jonas Erik jetzt richtig in die Länge strecken kann, stecken extra viele Nährstoffe in der HiPP Kinder-Folgemilch.
  • Das Eisen-Plus. Eisen macht schlau und ist für die Blutbildung wichtig. Deshalb ist in der neuen Folgemilch 20 mal mehr Eisen als in normaler Milch.
  • Das Geschmacks-Plus. HiPP Kinder-Folgemilch schmeckt leicht nach Vanille. Jonas Erik wird sie lieben! Und warum soll Gesundes nicht auch ein wunderbarer Genuss sein dürfen?

„Das Geschmacks-Plus“ – aja. Natürlich verwendet man bestimmt auch nur hochwertigste Bio Inhalte – keine Aromen oder so. Um dennoch sicher zu gehen habe ich mir mal die Liste der Inhaltsstoffe besorgt – und siehe da keine Vanille – nur „natürliches Aroma“.

natürliches Aroma

Da frage ich mich, warum sowas den Weg in die Milch für Babys findet. Hier geht es doch nicht darum dem Kind eine gesunde Ernährung zu ermöglichen, oder? Mein Eindruck ist eher, dass man die Kinder möglichst früh an das Vanillin heranführen will – denn bekanntlich mag man später das am ehesten, was man in der frühkindlichen Ernährung bereits geschmeckt hat.

Wenn ich mir allerdings anschauen wie Vanillin erzeugt wird, habe ich eigentlich keine Lust mein Kind so zu ernähren. So wurde Vanillin 1874 von den Chemikern Wilhelm Haarmann und Ferdinand Tiemann aus dem Rindensaft von Coniferen (Nadelhölzern) extrahiert. Auch weitere Details zur Gewinnung von Vanillin lesen sich nicht besser. So ist bei Wikipedia zu lesen: „Ein Großteil des Vanillins wird aus den bei der Papierherstellung anfallenden Sulfitabfällen gewonnen.“ oder „Vanillin lässt sich technisch durch Oxidation von Eugenol mit Kaliumpermanganat oder Ozon gewinnen.“

Zum Glück kann man selbst entscheiden was man seinem Kind füttert. Wie seht ihr das? Findet ihr das gut?

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